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Das Steuerrecht 2018

von Steuerberater Voss - am 11.12.2018 - 04:13:27

Auch 2018 hat der Gesetzgeber wieder einige Änderungen im deutschen Steuerrecht auf den Weg gebracht. Die wichtigsten Änderungen sind im Folgenden kurz zusammengefasst.

Abgabefristen gemäß § 149 AO

Die Abgabefrist für Steuererklärungen wird um 2 Monate verlängert. Steuerpflichtige haben also nunmehr, statt wie bisher bis zum 31. Mai des Folgejahres, bis zum 31. Juli des Folgejahres Zeit ihre Steuererklärungen einzureichen. Ist ein bevollmächtigter steuerlicher Vertreter (z. B. Steuerberater) eingeschaltet, verlängert sich die Frist auf den 31. Februar des nächstfolgenden Jahres. Die Steuererklärung 2018 müsste also bis zum 29. Februar 2020 abgegeben werden. Das Finanzamt ist jedoch berechtigt die Steuererklärung auch vorab anzufordern ((§ 149 Abs. 4 AO und § 149 Abs. 6 AO).
Es gilt zu beachten, dass die Strafe für die verspätete Abgabe von Steuererklärungen (Verspätungszuschlag) ab dem Veranlagungszeitraum 2018 nicht mehr im Ermessen der Sachbearbeiter vom Finanzamt liegt. Vielmehr wird ein gesetzlicher Pflichtbetrag in Höhe von mindestens 25 EUR für jeden Monat der Verspätung fällig.

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Woran erkennen Sie einen guten Friseur?

von Frieseur Landruth - am 11.12.2018 - 09:03:13

Es ist ein allseits bekanntes Problem: Sie freuen sich auf eine schicke, neue Frisur und ein paar Wohlfühlstunden in einem gemütlichen Salon. Doch in der Realität verlassen Sie diesen oft verärgert über die verschnittene Frisur, den unfreundlichen Service und den dafür viel zu teuren Preis.

Es gibt zahlreiche Friseurbetriebe in Deutschland, und das in den verschiedensten Formen. Doch woran erkennt man unter all diesen Möglichkeiten einen guten Friseur? Folgende Kriterien helfen Ihnen bei der Entscheidung.

Der erste Eindruck Statten Sie dem Salon einen persönlichen Besuch ab, um den ersten Termin zu vereinbaren. Dabei können Sie Salon und Mitarbeiter genauer beobachten. Vor allem auf die Sauberkeit sollten Sie achten. Sind die Plätze sauber und ordentlich, wird wahrscheinlich ebenso am Kunden gearbeitet. Wichtig: Ist überhaupt eine Terminvereinbarung möglich? Manche Salonketten arbeiten nach dem „Cut and go“-Prinzip. Fest vereinbarte Termine verhindern aber lange Wartezeiten.

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Die Wärmedämmung (WDS)

von Malermeister T. Schumacher - am 22.11.2018 - 08:42:18

Eine solide Wärmedämmung ist für einen sparsamen Umgang mit Heizenergie ein Muss: Wenn ein Gebäude schlecht gedämmt ist und über die Fassade, Fenster oder Türen Wärmeenergie verliert, verursacht dies langfristig enorme Kosten. Für die Außendämmung empfehlen sich hier besonders sogenannte Wärmedämmverbundsysteme (WDVS). Diese werden an der Außenseite der Fassade befestigt und sorgen dafür, dass die Wärme im Inneren des Gebäudes gehalten wird. Eine andere Bezeichnung für WDVS ist Thermohaut.

WDVS im Detail: Aufbau und Funktion einer Wärmedämmung

Grundsätzlich ist der Aufbau von Wärmedämmverbundsystemen nicht sonderlich kompliziert. Die Außenfassade wird mit Wärmedämmplatten ausgestattet, auf die anschließend eine spezielle Armierungsschicht sowie schließlich der Putz aufgetragen wird. Das WVDS spielt für die Fassaden- und Kellerwanddämmung eine große Rolle, da es die Wärme effektiv im Haus hält und somit langfristig unnötig teure Heizkosten spart.

Der erste Schritt ist stets, Dämmstoffplatten an die Fassade anzubringen. Unter Umständen muss vorher alter Putz entfernt werden. Befestigen lassen sich die Platten beispielsweise mit speziellen WDVS-Dübeln, mittels Schienen oder auch Klebstoff.
Die zweite Schicht stellt der Armierungsputz dar, dessen Hauptfunktion es ist, Ausdehnungen des Baustoffs bei Wärme auszugleichen - so entstehen keine Risse. Wärmedämmverbundsysteme schützen die Hausfassade optimal vor der Witterung und sind äußerst widerstandsfähig gegenüber starkem Regen, Hagel und Frost. Als Letztes wird der Außenputz auf die Fassade aufgetragen. Hier kann man sich zwischen organischem und mineralischem Putz entscheiden, der in den verschiedensten Farben und Strukturen erhältlich ist.

Ganz wichtig ist grundsätzlich, dass die einzelnen Komponenten vom selben Hersteller stammen, denn nur so bieten sie volle Funktionalität. Hat man selbst keine Erfahrungen mit der Installation eines Wärmedämmverbundsystems, ist es besser, die Arbeit einem Experten zu überlassen.

Der richtige Untergrund für die Wärmedämmung

WDVS lassen sich auf nahezu jedem Untergrund installieren. Ideal geeignet sind natürlich glatte und tragfähige Oberflächen, auf denen die Systeme gut halten. Sollten kleine Unebenheiten vorhanden sein, dann lassen sich diese gut mit Mörtel ausgleichen. Sind die Dämmplatten leichter als 10 kg / m², dann lassen sie sich mittels der sogenannten Punkt-Wulst-Methode problemlos verkleben. Hierfür trägt man den Klebstoff am Rand der Platte sowie punktweise auf dem Rest der Oberfläche auf.

Schwere Dämmplatten, wie beispielsweise Mineraldämmplatten, sollten zur Sicherheit mittels Dübel installiert werden. Ist der Untergrund sehr uneben, empfiehlt sich die Verwendung eines Schienensystems.

Eine solide Dämmung ist das A und O beim Hausbau: Wird beim Neubau versäumt, für eine ordentliche Wärmedämmung zu sorgen, lässt sich diese zwar später nachrüsten, kostet aber dann meist mehr. Deshalb empfiehlt es sich, bereits beim Hausbau darauf zu achten, dass die Wärmedämmung an der Fassade, den Fenster und den Türen stimmt.
Die Rechtsgebiete im deutschen Recht

von Rechtsanwalt Dr. M. Mohr - am 20.11.2018 - 06:46:33

Das deutsche Rechtssystem unterscheidet klassisch drei verschiedene Rechtsgebiete, die jeder angehende Jurist an der Universität in separierten Vorlesungssegmenten beigebracht kriegt. Die Unterscheidung ist materiell-juristisch wichtig, um zu entscheiden, welche Normen und speziell welche Gesetzbücher für einen Fall anzuwenden sind. Formell-juristisch in der Praxis stellt sich dann die Frage, welches Gericht anzurufen ist. Eine Abgrenzung der drei Gebiete ist leicht möglich, wenn man sich die gegenseitige Stellung der beteiligten Rechtssubjekte vor Augen führt.

Das Privatrecht als Recht zwischen Gleichgestellten

Immer dann, wenn sich (nicht-öffentliche) Rechtssubjekte begegnen, spielt sich die Angelegenheit im Privatrecht ab. Dieses "ius privatum" der alten Römer, das sich ganz prominent in Napoléons "Code civil" niedergeschlagen hat, gilt zunächst ganz elementar zwischen zwei oder mehreren Bürgern, aber auch im Zusammenspiel mit juristischen Personen wie Aktiengesellschaften, GmbHs oder auch dem Staat als "Fiskus". Das zentrale Gesetzbuch ist das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) von 1900, in dem sich das moderne Vertragsrecht, aber auch das Familien- und Erbrecht wiederfinden. Kaufverträge beim Bäcker zählen zum Bürgerlichen Recht, aber auch Eigentumsübertragungen von Grundstücken oder die Bestimmungen im Handelsgesetzbuch (HGB). Zentraler Begriff ist der Vertrag, also eine Übereinkunft zwischen gleichgestellten Subjekten. Für Rechtsstreitigkeiten sind die Zivilgerichte zuständig, meistens erstinstanzlich am Amtsgericht zu finden in Spezifizierungen wie Arbeits- oder Familiengerichten, in letzter Instanz beim Bundesgerichtshof (BGH).

Das Öffentliche Recht als Ober- und Unterordnungsverhältnis

Anders sieht es im Öffentlichen Recht aus, in dem eine Partei immer eine staatliche Instanz, meistens eine Behörde ist. Das typische Werkzeug für staatliches Handeln ist der Verwaltungsakt, gegen den sich ein betroffener Bürger allenfalls wehren kann, ihn aber nicht wie im Privatrecht direkt aushandeln. Damit wird das Öffentliche Recht bestimmt von hoheitlichem Handeln einer höhergestellten Partei, die einseitig auf die andere Seite einwirkt. Es gibt verschiedene Polizeigesetze der Länder, die Steuergesetze oder auch die Sozialgesetzbücher. Das elementare Gesetzbuch für das Öffentliche Recht ist jedoch die deutsche Verfassung, das Grundgesetz (GG). Im Rahmen des Verfassungsrechtes werden die Regeln für die Staatsorganisation aufgestellt, aber mit den Grundrechten auch Abwehrnormen für die Bürger gegen staatliches Handel geschaffen. Wer hier klagen möchte, der kann dies mittels Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) tun, ansonsten sind die Verwaltungsgerichte typisch für das Öffentliche Recht.

Das Strafrecht als Bindeglied zwischen einzelnen und allen

Das dritte Rechtsgebiet zählt genau genommen auch zum Öffentlichen Recht, wird aber traditionell wegen seiner Wichtigkeit und Komplexität eigenständig behandelt. Im Strafrecht findet all das seinen Platz, bei dem ein Bürger entgegen geltenden Rechts gehandelt hat und der Staat darin ein für alle anderen besonders verwerfliches Verhalten sieht. Normen hierzu finden sich fast überall, dicht gepackt jedoch vor allem im Strafgesetzbuch (StGB). Wer etwa einen anderen vorsätzlich verletzt oder ihm etwas widerrechtlich wegnimmt, der steht seinem Opfer nicht nur privatrechtlich gegenüber, wo es Schadensersatz geben kann, sondern ihm droht auch eine von den Strafgerichten ausgesprochene Strafe im Namen von uns allen.
Buchhalter versus Steuerberater

von Steuerberater Voss - am 20.11.2018 - 06:31:07

Wer Waren oder Dienstleistungen anbietet, muss sich mit Buchführung und Steuererklärung beschäftigen. Die Fachleute in diesem Bereich sind der Buchhalter und der Steuerberater. Doch was machen diese Personen eigentlich?

Die Basis
Die Buchhaltung ist die Grundlage für den Jahresabschluss und die Steuererklärung eines Unternehmens. Daher hat der Gesetzgeber ein Interesse daran, diesen Bereich einheitlich zu regeln. Im Steuerberatergesetz sind die Befugnisse von Steuerberater und Buchhalter festgelegt.

Der Buchhalter
In jeder Ausbildung zu einem kaufmännischen Beruf ist die Buchhaltung ein Teil des Unterrichts und der Prüfung. Daher können Personen einer kaufmännischen Lehre als Angestellte die Buchhaltung eines Unternehmens erledigen. Das heißt: sie sortieren die Belege und buchen die Einnahmen und Ausgaben auf die zugehörigen Kostenstellen. Mit einer modernen Software werden die meisten Zahlungen automatisch einer Kostenstelle zugeordnet. Ein angestellter Buchhalter darf außerdem den Jahresabschluss vorbereiten. Arbeitet ein Buchhalter auf selbständiger Basis, darf er Belege in das Kassenbuch eintragen sowie vorkontierte Belege in eine Buchführungssoftware eingeben. Ein Buchhalter mit mindestens 3-jähriger Berufserfahrung schreibt selbst die Kostenstellen auf die Belege und gibt sie in den Computer ein. Außerdem überwacht er den Zahlungseingang und schreibt Mahnungen. Er darf die Arbeiten für die Monats- und Jahresabschlüsse vorbereiten und begleiten.

Der Steuerberater
Die Ausbildung des Steuerberaters ist umfangreicher und qualifiziert ihn zu größeren Befugnissen. Daher stehen ihm sämtliche Tätigkeiten eines Buchhalters offen. Zusätzlich erstellt er den Kontenplan für die Finanzbuchhaltung eines Unternehmens und richtet die Buchführung ein. Auch die Lohnkonten und Lohnsteuer gehören in sein Arbeitsgebiet. Die wichtigste Aufgabe ist die Erstellung der Monats- und Jahresabschlüsse für seine Mandanten. Sie sind die Grundlage für das, was jeder mit dem Beruf des Steuerberaters verbindet: Steuererklärung, Umsatzsteuervoranmeldung und Einnahmeüberschussrechnung. Diese legt er dem Finanzamt vor.

Wer ist besser geeignet?
Die Leistungen des Steuerberaters werden anhand einer Gebührentabelle abgerechnet. Der Buchhalter in Anstellung oder als Selbständiger bekommt für seine Tätigkeit weniger Geld. In der Regel bietet sich daher eine Aufteilung der Aufgaben an. Die Belege sortiert der Buchhalter. Er gibt die vorkontierten Beträge in das Buchführungssystem ein. Nach diesen vorbereitenden Arbeiten bleiben für den Steuerberater seine Kernaufgaben. Das hält die Kosten niedrig und gibt gleichzeitig größte Sicherheit, dass alles korrekt bearbeitet wurde.
KAUTZ - Ihr Rechtsanwalt in Hürth

Seit 2000 Rechtsanwalt und Anwalt-Mediatorin in Hürth. juristische Beratung Außergerichtliche Vertretung Gerichtsverfahren Zwangsvollstreckung